Barcelona ist für viele die Traumstadt schlechthin. Direkt am Meer gelegen mit wunderbaren Bauwerken und einzigartigen Museen.
El Raval
Früher hatte die Gegend einen sehr schlechten Ruf. Im El Raval befand sich das verrufene Rotlichtviertel von Barcelona. Mittlerweile hat sich das Gesicht des Quartiers stark gewandelt und ist mittlerweile ein lebhaftes und ziemlich sicheres Quartier.
Das El Raval befindet sich im Westen der Rambla und erstreckt sich von Placa Catalunya bis hinunter zum Hafen. Der Abschnitt nahe dem Hafen ist auch als "Chinesisches Viertel" bekannt. Woher dieser Namen stammt ist nicht ganz klar. Die einen behaupten der Spitzname komme von den Seeleuten, welche sich an Viertel in Übersee erinnert fühlen wenn sie durch den unteren Teil von El Raval zogen. Eine andere Erklärung besagt, dass es sei die drangvolle "chinesische" Enge in der die Menschen während im vorwiegend von der Industrie genutzten Quartier lebten. Wie dem auch sei, sicher ist die Tatsache, dass das El Raval im 19. Jahrhundert, als die Industrialisierung ihren Höhepunkt erlebte, das dichtbesiedelte Stadtviertel von Europa war. Zu dieser Zeit lebten auf teilweise gut 100'000 Menschen auf einer Fläche von einem Quadratkilometer. Während vielen Jahr galt das El Raval als das Rotlichtviertel von Barcelona. Noch heute trifft diese Beschreibung teilweise zu. In den letzten Jahren hat die Stadtverwaltung diverse Massnahmen ergriffen um den Ruf des Viertel weiter zu verbessern. Im nördlichen Teil des El Raval war dieser Versuch durchaus erfolgreich. Es gelang eine wohlhabendere Bevölkerungsschicht anzuziehen. Dieser Wandel erreichte man indem man einige alte Häuser abriss, heruntergekommene Spelunken schloss und diverse Häuser renovierte. Im Südlichen Teil des El Raval ist der Aufwertungsversuch deutlich weniger erfolgreich verlaufen. Noch heute hat das Viertel den Charakter eines Rotlichtviertels. Auf den Strassen stehen Huren, es gibt einige Sex und Spielklubs und Junkies konsumieren ihre Drogen. Auch ist im hafennahen El Raval der Anteil an Immigranten so hoch wie sonst nirgends in Barcelona. Viele stammen aus Pakistan, Indien und Nordafrika. Während des Tages ist es kein Problem durchs El Raval zu ziehen. Am Abend sollte man die Gegend besser meiden und schon gar nicht enge und dunkle Gassen aufsuchen. Richtig gefährlich ist das El Raval allerdings höchstens noch in den Abend- und den frühen Morgenstunden.
