Barcelona ist für viele die Traumstadt schlechthin. Direkt am Meer gelegen mit wunderbaren Bauwerken und einzigartigen Museen.
Reisebericht über einen Kurzurlaub in Barcelona
Der Urlaub beginnt schon vor der Abreise. Der Vorschlag meiner Freundin, ihren Geburtstag in Barcelona zu verbringen stiess bei mir auf offene Ohren. Schon immer einmal wolle ich die Stadt besuchen. Das ungefähre Reisedatum stand. Nun galt es ein passenden Flug und ein gutes Hotel zu finden. Unser Reisezeitraum war Mitte Juli, also genau in der Hochsaison. Auf diversen Reiseseiten haben wir erfahren, dass Barcelona zu dieser Zeit ziemlich überlaufen sein soll. Entsprechend besorgt machte ich mich auf die Suche nach einem Reiseangebot. Schliesslich sind Reisen in der Hochsaison oftmals deutlich teurer als in der Nebensaison und Städtereisen generell eher teuer. Schnell wurden wir eines besseren belehrt. Für 4 Tage Barcelona inklusive Flug ab Barcelona begannen die Angebote ab etwa 300 Euro, also rund 450 Franken. Für uns waren einige Dinge sehr wichtig. Wir wollten unbedingt ein Direktflug ab Zürich mit einer renomierten Airline und natürlich möglichst viele Tage in Barcelona verbringen. Wir bemerkten, dass es gar nicht teurer kommen würde eine ganze Woche in Barcelona zu verbringen. Viele Hotels hatten Sonderaktionen während den Sommerferien am laufen. So kriegt man hohe Rabatte oder Zusatznächte gratis. Diverse Hotels warben mit "4 für 3 Nächte" oder "50 Prozent Rabatt ab 3 Nächten. Die Flüge waren während der ganzen Zeit ungefähr gleich teuer. Es spielte also nicht wirklich eine Rolle ob man nun einen Tag früher hin, oder einen später zurückflog. Über ein Internetpreisvergleichsportal suchten wir zahlreiche Kombinationen raus. Die Portale sind super, wenn sie einen Kombiangebot aus Hotel und Flug buchen wollen. Bei einer Städtereise nach Barcelona macht der Flug ein Grossteil der Kosten aus, zumindest wenn man sich nicht in einem der teuersten Hotel niederlassen möchte. Wir suchten also zuerst unseren Flug. Statt auf der Homepage mühsam die Preise zu vergleichen kann man eine Flugsuchmaschine nützen, welche einem die diversen Airlines direkt miteinander vergleicht. Nachdem unsere Reisedaten standen machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel. Mittlerweile existieren im Internet unzählige Hotelbuchungsportale, welche es wesentlich erleichtern einen schnellen Überblick über die unterschiedlichsten Hotels und deren Preise zu gewinnen. Wir stiessen auf ein sehr verlockendes Angebot. Ein fünf Sterne Hotel etwas ausserhalb des Zentrums. Wir fingen also an und die Vor- und Nachteile dieses Hotel durch den Kopf gehen zu lassen. Das Hotel erhielt durchs Band gute Kritik und war unglaublich preiswert. Auf der anderen Seite lag es etwas ausserhalb, direkt bei der Endstation einer Metrolinie. Da wir sowieso die Metro benützen wollten um Barcelona zu entdecken, diese schnell und preiswert ist, und es uns nicht wirklich darauf ankam ob wir nun vom Placa Catalunya aus fünf, zehn oder fünfzehn Minuten Metro fahren müssen um zum Hotel zu gelangen, entschlossen wir uns das Angebot zu buchen. Ehrlich gesagt glaubte ich es am Anfang gar nicht, eine solche Reise für diesen Preis zu bekommen und wartete skeptisch auf die Reisebestätigung. Für den Flug sowie 8 Tage im Hesperia Tower Hotel bezahlten wir 350 Euro pro Person, und das Frühstück war erst noch inklusive. Während des Urlaubes haben wir uns einige Male gewünscht ein Hotel direkt im Zentrum zu haben. Um am Nachmittag nach dem Einkaufsbummel, oder der Stadtbesichtigung einfach kurz aufs Zimmer zu gehen und zu duschen. Doch wenn ich an die Reise zurückdenke würde ich für diesen Preis wohl genau das gleiche Angebot wieder buchen. Das Preis-Leistungsverhältnis war einfach zu gut um sich über den einen oder anderen Minuspunkt aufzuregen.
Ankunft in Barcelona
Von Zürich aus flogen wir am morgen in aller Frühe nach Barcelona. Gut anderthalb Stunden dauerte der Flug und verlief ohne Probleme. In Barcelona angekommen begaben wir uns zur Gepäcksausgabe. Auf dem Weg dahin hatten wir Gelegenheit den modernen Flughafen in Barcelona anzuschauen. Später erfuhren wir, dass dieses neue Terminal erst im Sommer 2009 eröffnet wurde. Vom Flughafen in Barcelona gibt es verschiedene Möglichkeiten ins Stadtzentrum zu gelangen. Es gibt den Aerobus, welcher die Passagiere vom Flughafen für etwa 4 Euro direkt an den Placa de Catalunya bringt. Ausserdem gibt es vom Terminal 2 aus eine Zugverbindung ins Zentrum. Wer im Terminal 1 landet muss zuerst mit einem Shuttlebus ins Terminal 2 gelangen. Ausserdem gibt es unzählige Taxis, welche auf Fahrgäste warten. Wer sowieso gleich eine Metrokarte für zwei, drei Tage lösen möchte fährt mit dem Zug am billigsten. Die Metrokarte ist auch auf dem Zug vom Flughafen bis ins Zentrum von Barcelona gültig. Wir hatten im Internet erfahren, dass der 46 Bus vom Flughafen an die Placa Espanya fährt und direkt vor unserem Hotel Hesperia Tower hält. Wir machten uns also auf die Suche nach dem Bus der Linie 46 (Vom Terminal 1 aus fährt der nur in eine Richtung) und lösten eine einfache Fahrkarte. Im Nachhinein hätten wir uns die 1.35 Euro für die Fahrt sparen können, da wir uns einige Stunde später ein Mehrtageskarte lösten. Um eine Metrokarte kommen sie als Tourist in Barcelona fast nicht herum. Es gibt keine andere Möglichkeit so schnell von einer zur nächsten Sehenswürdigkeit zu gelangen. Fragen sie am besten also bereits am Flughafen beim Busfahrer nach einer Tageskarte für die Metro und Busse in Barcelona. Die Metrokarte gilt übrigens für alle Busse, Trams und Metrolinien im Stadtgebiet von Barcelona. Nicht inbegriffen ist der Aerobus, für diesen muss man extra bezahlen.
Ankunft im Hotel Hesperia Tower in Barcelona
Nach gut einer Viertelstunde Busfahrt erreichten wir die Bushaltestelle bei unserem Hotel. Da es mittlerweile erst 10 Uhr war und wir unser Hotelzimmer noch nicht beziehen konnten entschlossen wir uns das Gepäck im Hotel einzustellen und unsere erste Besichtigungstour der Stadt zu starten. Mehrmals am Tag gibt es vom Hesperia Tower einen kostenlosen Shuttlebus ins Stadtzentrum und an den Flughafen. Eine grosse Tour wollten wir nicht unternehmen, hatten wir doch noch ziemlich viel Bargeld und unsere Reisepässe dabei. So liefen wir ein bisschen durchs gotische Viertel und erkundeten anschliessend die Hafengegend. Nachdem wir einen kurzen Abstecher ins Einkaufszentrum Maremagnum unternommen haben beschlossen wir ins Hotel zurückzukehren und unser Zimmer zu beziehen. Untergebracht waren wir im Hesperia Suite Hotel. Dieses liegt direkt neben dem Hesperia Tower. Unser Zimmer war geräumig und verfügte über eine kleine Kochnische, ein Badezimmer mit Dusche sowie einen kleinen Aufenthaltsraum mit Sofa und Fernsehen und ein abgetrenntes Schlafzimmer. Im Schlafzimmer befand sich ein Hotelsafe, den man kostenlos nutzen konnte sowie ein weiterer Flachbildfernsehen. Ausserdem befand sich hier eine Nespresso-Kaffemaschine, die man benutzen konnte. Wir waren froh endlich eine Dusche nehmen zu können und beschlossen danach mit der Metro zurück in die Stadt zu fahren und ein etwas essen zu gehen. Die Auswahl an Restaurants in Barcelona ist riesengross. Man weiss gar nicht wohin man gehen soll. An der Rambla, am Hafen gibt es unzählig viele Restaurants. Das schlimme dabei, eins gleicht dem anderen und die meisten sind ziemlich auf die Touristen ausgerichtet. Wir hatten von einem "All you can eat" Restaurants gehört, und beschlossen uns dieses nach einem Spaziergang der Passeig de Gracia entlang zu suchen. Die Kette nennt sich Fresco. In Barcelona gibt es mehrere Fresco Restaurants. Das Konzept ist immer das gleiche. Die Kunden bezahlen einmal gut 9 Euro und können dafür so viel essen wie sie möchten. Das ?All you can eat? Konzept scheint aufzugehen sind die Restaurants doch immer sehr gut gefüllt. Auswählen kann man aus einem grossen Saltabuffet. Ausserdem gibt es eine Suppe und ein Softgetränk. Weitere Softdrinks kosten einen Euro. Nebst dem Salatbuffet gibt es ein Buffet mit einer kleinen Auswahl an warmen speisen. Meistens wird dort Pizza, Pasta, Gemüse und ein Fleischgericht angeboten. Zudem ist der Kaffee, Eis und einige Früchte im Preis inklusive. Für einen Aufpreis von einem Euro bekommt man gar einen Nespresso-Kaffee angeboten. Gesunder Fast Food zum Pauschalpreis, nicht wirklich ein Spitzenrestaurants, wer allerdings eine Alternative zu den bekannten Fast-Food-Ketten sucht, der sollte Fresco einmal ausprobieren.
Die Stadtstrände von Barcelona
Mit ein Grund weshalb wir uns für einen Städtetrip nach Barcelona entschieden haben ist die Tatsache, dass die Stadt direkt am Mittelmeer liegt. Nach dem Essen entschlossen wir uns mit der Metro ins Olympische Quartier zu fahren. Für die Sommerolympiade wurde dieser Abschnitt komplett umgekrempelt und zählt mittlerweile zu den beliebtesten Wohngegenden von Barcelona. Gleich im Osten des alten Hafens beginnen die Strände. Die Stadtstrände sind in mehrere kleine Strandabschnitte unterteilt. Gerade am Abend ist es ein Hochgenuss der Uferpromenade entlang zu schlendern und in einem der diversen direkt am Strand gelegenen Cafes etwas zu trinken. Heute Abend gingen wir es ruhig an, schliesslich war es der erste Tag in Barcelona und entschlossen uns direkt zum Port Olympic zu spazieren und dort in einem der diversen Restaurants einen Drink zu nehmen. Danach liefen wir zurück bis zum Beginn der Rambla und nahmen die Metro zurück ins Hotel.
Grossartiges Frühstück im Hesperia Tower
Nach einer erholsamen Nacht begaben wir uns ins Restaurants des Hesperia Tower um dort unser Frühstück zu geniessen. So durchquerten wir die schön gestaltete Lobby und fuhren mit dem modernen Lift in den vierten Stock. Der Lift lässt sich nur mit der Hotelkarte bedienen. Per Touchscreen wählt man den gewünschten Stock aus und bekommt dann einen der vier Lifte zugewiesen. Das Frühstücksbuffet war zu unser vollsten Zufriedenheit. Es gab diverse verschiedene Brote, Eier, Speck sowie diverse Früchte und Fleisch. Ausserdem konnte man zwischen verschiedenen Teesorten und Fruchtsäften wählen. Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Heute wollten wir den Montjuic erkunden. Am besten fährt man dazu mit der Metro an den Placa Espanya. Von dort führt eine prachtvolle Strasse hin zum Paleau Nacional. Am Abend während der Sommermonaten findet hier übrigens beim Springbrunnen eine fantastische Licht und Musikshow statt, welche sie sich nicht entgehen lassen sollten. Bereits vom Museum aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die die Stadt. Es gibt hier ein kleines Restaurants, das zum Verweilen einlädt. Einige Meter westlich befindet sich das Olympiagelände mit dem grossen Platz sowie dem Olympiastadion. Im Olympiastadion spielt übrigens der zweite Fussballclub, Espanyol Barcelona. Ausserdem finden hier diverse Konzerte statt, andenen Stars wie Madonna auftreten. Nach einer kurzen Besichtigung des Olympiastadion, der Eintritt ist hier im Gegensatz zum Camp Nou gratis, empfiehlt sich ein Abstecher zum höchsten Punkt des Montjuic, dem Castell de Montjuic. Zu Fuss dauert der Aufstieg gut zwanzig Minuten. Ausserdem gibt es die möglichkeit mit einer Seilbahn zum Castell zu gelangen. Dazu benützt man am besten die als Metrolinie gekennzeichnete Funicular, eine Standseilbahn die direkt zur unteren Station der Seilbahn des Muntjuic führt. Ausserdem gibt es die Möglichkeit für drei Euro einen speziellen Bus zu benützen. Dieser führt vom Placa Espanya hinauf zum Castell, auch ein öffentlicher Bus fährt den Montjuic hinauf. Wie auch immer sie zum Castell de Montjuic gelangen ? es lohnt sich. Von der Festung aus hat man einen wunderbaren Rundblick über die gesamte Gegend. Die Hafengegend, mit den Container- und Kreuzfahrtschiffen, die Stadtbarcelona sowie die Vororte im Westen der Stadt sind gut zu sehen. Ins Castell gelangt man kostenlos, im Innern befindet sich ein Restaurants sowie ein Kiosk. Hier kriegt man relativ preiswert eine kleine Verstärkung.
Abstecher zur Rambla
Nach dem Besuch des Montjuic begaben wir uns zurück an den Placa Espanya. Von dort ging es mit der Metro zum Placa Catalunya und zu Fuss die Rambla hinunter. Die Rambla ist mit Abstand die bekannteste Strasse von Barcelona. Sie beginnt beim Placa Catalunya und führt hinunter zum Hafen. Entlang der Strasse gibt es sehr viel zu sehen. Es gibt diverse Strassenkünstler, die in den verrücktesten Kostümen die Touristen zu einem Foto verführen wollen. Als Strassenkünstler kann man hier ziemlich viel Geld verdienen, geben doch immer wieder Touristen einen kleinen Betrag als Spende. Über den Tag zusammengezählt kommt da ein Einkommen zusammen, dass schon einmal mehrere hundert Euro betragen kann. Es genügt also durchaus für ein Foto, 20-30 Cent zu spenden. Ausserdem sollten sie auf ihre Wertsachen achten. Oftmals umarmen die verkleideten Künstler die Touristen ? Leider kommt es immer wieder vor, dass den Urlaubern genau dann die Geldbeutel aus dem Mantel gestohlen werden. Generell sollten sie auf ihre Handtasche, Uhren und das Portmonnaie entlang der Rambla besonders gut aufpassen. Gerade die beliebten Touristenplätze sind den Taschendieben leider nur zu gut bekannt und die Menschenaufläufe beliebte Orte für einen Diebstahl. Wir wurden während unseres Urlaubes nicht gottlob nicht beklaut. Nachdem wir die unzähligen Künstler, Blumenhändler, Restaurants und Maler entlang der Rambla ausgiebig bestaunt hatten stärkten wir uns in einem Restaurants im Hafengebiet. Übringens gilt in Spanien ein ganz anderer Tagesrythmus. Das Mittagessen wird erst etwas um 14 Uhr eingenommen und das Abendessen nimmt man nicht vor 22 Uhr ein. Doch keine Angst die Restaurants gerade in den Touristengegenden sind sich daran gewöhnt, dass die Gäste aus Deutschland oder der Schweiz deutlich früher essen wollen. Die Restaurants sind auch in Barcelona bereits um 19 Uhr ordentlich gefühlt, Einheimische sucht man zu dieser Zeit allerdings vergeblich, es sind die Touristen welche zu dieser Zeit die Restaurants in Beschlag genommen haben. Während dem Abendessen gingen wir in Gedanken die kommenden Tage durch. Einen Ausflug in den Vergnügungspark auf dem Tibidabo, einige der wichtigsten Museen in Barcelona, der Park Güell, ein Tag relaxen an einem der Strände usw. Die Liste der Sehenswürdigkeiten in Barcelona, welche wir noch sehen wollten schien kein Ende zu nehmen.
Noch so viel zu sehen in Barcelona
Auf unserer in Gedanken existierenden Liste der Sehenswürdigkeiten, die wir unbedingt gesehen haben müssen sind wir noch kaum in der Mitte angekommen. Es gibt nur wenige Städte in Europa die soviel zu bieten haben wie Barcelona. Für heute haben wir uns vorgenommen auf den Tibidabo zu gelangen und danach noch mindestens den Park Güell anzuschauen. Auf dem Tibidabo befindet sich ein alter Vergnügungspark. Dieser wurde im Jahr 1909 eröffnet. Zu dieser Zeit wurde auch die Funicular in Betrieb genommen, schliesslich mussten die Menschen ja irgendwie von der Stadt zum Vergnügungspark gelangen. Noch heute ist die Standseilbahn in Betrieb. Leider liegt die Talstation nicht gleich bei einer Metrostation. So muss man erst einmal von der Metro zur Funicularstation gelangen. Dazu wurde eigens das Tramvia Blue gebauen. Diese kurze Tramlinie ist noch heute im Betrieb. Die nostalgischen Trams sind bei Touristen nach wie vor gefragt. Die Fahrt mit dem Tramvia Blue muss extra bezahlt werden. Die Tageskarte der Metro ist auf dieser Linie nicht gültig. Eine Fahrt kostet etwa 4 Euro ? ein ganz schön stolzer Preis für die kurze Distanz. Direkt bei der Tramstation ist auch eine Bushaltestelle. Allerdings fahren die Busse nur zu gewissen Zeiten. Als Alternative bietet sich ein Spaziergang an. Zu Fuss erreicht man von der Metrostation aus die Talstation in gut 20 Minuten. Wer nicht mit der Standseilbahn auf den Tibidabo gelangen möchte, kann auch einen Speziellen Bus nützen. Dieser fährt vom Placa Catalunya aus direkt auf den Hügel, allerdings nur während den Öffnungszeiten des Vergnügungspark. Der Blick vom Tibidabo ist atemberaubend. Die ganze Stadt Barcelona, sowie die Vororte sind zu sehen. Es lohnt sich nur schon wegen des Panorama auf den Tibidabo zu fahren. Der Vergnügungspark selber ist nicht wirklich der Hit. Viele Bahnen stammen noch aus der Zeit der Eröffnung und haben ihre besten Zeiten schon längst gesehen. Mit einem Europapark in Rust oder anderen Vergnügungsparks in Deutschland darf man ihn nicht vergleichen. Vor einigen Jahren hatte der Park mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Stadt Barcelona musst einspringen und hat den Vergnügungspark übernommen. Nach dem wir ein bisschen auf dem Gipfel herumspaziert sind, ging es mit der Bahn wieder hinunter. Als nächste Station war der Park Güell eingeplant. Es gibt wohl keine andere Sehenswürdigkeit in ganz Barcelona, welche so weit von einer Metrostation entfernt liegt wie der Park Güell. Von der Metrostation läuft man etwas über einen Kilometer um zur Parkanlage zu gelangen. Als Alternative fahren auch hier Busse direkt zum Park. Der Park Güell wurde von Antoni Gaudi im Auftrag von Herr Güell entworfen. Geplant war eigentlich ein Park mit diversen Villen. Der Versuch die Stadtvillen zu verkaufen scheiterte damals, so dass die ganze Finanzierung des Parkes ins Wanken geriet. Schlussendlich wurden wegen finanziellen Problemen gerade einmal zwei Villen fertiggestellt. Gaudi wollte den Park möglichst naturnahe anlegen. Er baute den Park in das unebene Gelände hinein. Um trotzdem Wege und Terrassen bauen zu können legte er Stützmauern an. Für die Verzierung verwendete er Mosaikestücke aus Porzellan. Diese konnte er sehr preiswert von den nahegelegenen Fabriken beziehen. Sehenswert ist die Treppe am Anfang des Park Güell. Von dort gelangt man auf eine grosse Terrasse deren Begrenzung eine lange Sitzbank bildet. Die geschwungene Bank ist mit vielen farbigen Mosaikstücken verziert. Diverse Wege führen bis auf den Gipfel hinauf. Von hier kann man einen sehr schönen Blick über die Dächer von Barcelona geniessen. Leider ist der Park sehr überlaufen. Vor lauter Touristen sieht man die schöne Treppe und Sitzbank beinahe nicht mehr. Gerade in der Hochsaison sollte man bereits in den frühen Morgenstunden den Park Güell besichtigen. Etwas besser sieht es während der Nebensaison aus. Nach der Parkbesichtigung machten wir uns auf zu einer weiteren Sehenswürdigkeit von Barcelona, welche vom berühmten Architekten Antoni Gaudi entworfen wurde. Die Sagrada Familia ist die wohl speziellste Kirche von Europa. Während andere Kirchen oftmals ziemlich symmetrisch angelegt sind, scheint hier alles in wildem Durcheinander. Doch gerade dies macht die Sagrada Familia so einzigartig. Obwohl mit dem Bau vor mehr als hundert Jahren begonnen ist sie noch immer nicht fertig. Leider ist die Sagrada Familia immer noch eine Baustelle, die mit Abstand best besuchteste Baustelle von Barcelona. Über eine Million Menschen zahlen jedes Jahr Eintritt um Gaudis Kirche zu besichtigen. Kein anderes Bauwerk, kein anderes Museum in Barcelona wird so oft besucht wie die Sagrada Familia. Am Abend ist die Westseite der Sagrada beleuchtet und besonders sehenswert. Direkt vor der Kirche befindet sich eine Metrostation. Ausserdem halten hier die Sightseeing-Busse. Mittlerweile knurrte unser Magen. Also schnell in die Metro zurück an die Rambla und rein in eines der vielen Strassencafés. Mag sein, dass es in anderen Gegenden bessere Restaurants gibt. Und ja, es sind ausgesprochene Touristenbeizen, doch nirgendswo sonst kann man so schön die Menschenmassen beobachten. Tausende Touristen flanieren der Rambla entlang, sie zu studieren ? einfach nur herrlich. Bis in die frühen Morgenstunden könnte man hier feiern, doch wir gingen zurück ins Hotel. Müde und beinahe erschlagen von den vielen neuen Eindrücken, die uns die Stadt auch heute wieder geboten hat.
Erholung am Strand von Barcelona
Um wieder richtig Kraft zu tanken. Entschlossen wir uns einen ruhigen Tag einzuschieben und einfach nur im Liegestuhl an einem der Strände von Barcelona zu liegen. An den Stränden ist es möglich Liegestühle und Sonnenschirme zu mieten. Genau dies taten wir. Einige Minuten später und 15 Euro leichter, lagen wir in unseren Liegestühlen genossen den feinen Sand an unseren Füssen und gaben uns der Sonne und dem leissen Rauschen des Meeres hin. Bis auf die vielen Verkäufer, die einem am Strand Wasser, Bier und Melonen andrehen wollten, und die vielen Asiatinnen, welche partout nicht verstehen wollten, dass wir keine Massage benötigten, war es sehr erholsam. Gegen Mittag hörten wir eine Polizeisirene. Ein Polizeiauto näherte sich dem Strand. Die illegalen Verkäufer verschwanden schnell, zwei wurden geschnapp, und für eine kurze Zeit herrschte wunderbare Ruhe. Doch es dauerte kaum eine Viertelstund und schon waren sie zurück. Die Wasser-, Bier und Colaverkäufer und die engagierten Masseurinnen. Alles in allem war es dennoch ein erholsamer Urlaubstag. Barcelona verfügt wirklich über einige sehr schöne feine Sandstrände, welche hinter denjenigen vieler Badedestinationen nicht zurückstecken brauchen.
